Kategorie-Archiv für

Die 6 Nationalratskandidat*innen der JUSO Kanton Solothurn 2019

Ändern was dich stört!

Uns in der JUSO Solothurn stört, dass man sich zum Kiffen verstecken muss und Drogen kriminalisiert werden. Uns stört, dass jugendliche Demonstrierende, die für ihre Zukunft kämpfen, von der Polizei verhauen und attackiert werden. Uns stört, dass wir in einem Wirtschaftssystem leben, das nur auf Profite aus ist und die Bedürfnisse der Umwelt und der Menschen vernachlässigt. Uns stört, dass Männer in der Schweiz ins Militär müssen, wo sie dann schliesslich nur Panzer verlieren und ihre Jugend verschwenden. Uns stört, dass Ausländer*innen, die schon Ewigkeiten hier leben, kein Mitbestimmungsrecht haben und Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken. Uns stört, dass sexualisierte Gewalt für viele noch der Alltag ist und dass es viele Gruppen in unserer Gesellschaft gibt, die systematisch ausge­schlossen werden. Uns stören Sparmassnahmen an Schulen und die Ausbeutung und Tiefstlöhne der Lehrlinge. Uns stört, dass der öffentliche Verkehr so viel kostet, dass man es sich immer zwei Mal überlegt, ob man jetzt wirklich wegfahren will.

Uns stört all das und noch viel mehr – Unge­rechtigkeiten soweit das Auge reicht. Wir sind überzeugt, dass es Lösungen für alle diese Probleme gibt. Wir kämpfen täglich für eine gerechtere Welt und ein Wirtschafts­system, dass für den Menschen da ist, anstatt zu drohen, die Menschheit auszulöschen.

Wähle die JUSO und setz dich gemeinsam mit uns für eine bessere Welt ein.
Am besten wirst du gleich Mitglied!

mitmachen@juso.ch

Logo

Unsere Forderungen

Die JUSO kämpft für eine solidarische, feministische und klimabewusste Gesellschaft. Als sozialistische Jungpartei stehen wir für die Interessen von 99 Prozent der Menschen ein.

LÖHNE ENTLASTEN, KAPITAL STÄRKER BESTEUERN!
Die Reichen werden reicher, aber gleichzeitig sagt man uns, es gebe kein Geld für AHV, Krippenplätze, Prämienverbilligungen. 99 Prozent der Menschen arbeiten für ihr Geld, das restliche Prozent lässt sein Geld für sich arbeiten. Mit der 99 %­Initiative entlasten wir die arbeitenden Menschen finanziell und besteuern dafür endlich Kapitaleinkommen stärker.

SYSTEM­ STATT KLIMAWANDEL!
Die Klimakrise ist eine der dringlichsten Herausforderungen unserer Zeit und droht die Lebensgrundlage von Milliarden Menschen zu zerstören. Wir brauchen einen Wandel unserer Wirtschafts- und Lebensweise. Weg von der Profitlogik, hin zu einer Welt in der die Sorge für unsere Umwelt im Zentrum steht!

GRENZENLOSE SOLIDARITÄT!
Mehr als 68 Millionen Menschen befinden sich heute auf der Flucht vor Krieg, Armut, Naturkatastrophen und politischer Verfolgung. Europa und die Schweiz schotten sich ab und machen das Mittelmeer damit zu einem Massengrab. Wir verlangen sichere Fluchtwege und ein Ende der Ausbeutung. Alle Menschen haben das Recht auf ein Leben in Freiheit und Sicherheit! Es ist genug für alle da, wenn wir den Reichtum gerecht verteilen.

GLEICHSTELLUNG FÜR ALLE GESCHLECHTER!
Eine feministische Gesellschaft heisst, dass wir die Bedürf­ nisse der Menschen ins Zentrum rücken und nicht den Profit der Wenigen. Es heisst, dass wir uns gegen Gewalt und Diskri­minierung jeglicher Art wehren. Es heisst, dass wir arbeiten um zu leben und nicht leben um zu arbeiten. Darum fordern wir Geld, Zeit und Respekt, für alle Menschen gleichermassen.

[Wahlprospekt S. 2]

Neuer Vorstand

An unserer ausserordentlichen JV am Freitag, 7. Juni 2019, haben wir den Vorstand neu gewählt (insbesondere Flavio und Cedric neu gewählt) und vor allem die unglaubliche Aileen Jenni als neue Präsidentin gewählt!! 🎉🌹 Ihr hört bald von uns!

Steuerbschiss für Unternehmen? Nein danke!

Die Bürgerlichen wollen die Steuren für Unternehmen senken – und dies auf Kosten der Bevölkerung. Für uns ist klar: So geht das nicht! Darum sagen wir NEIN zur SV17 am 19. Mai 2019. Mehr Infos zur Kampagne mit genauen Zahlen und Fakten findet ihr hier .

System Change not Climate Change

Die Klimajugend – seit einigen Monaten in aller Munde, bewundert, belächelt, gefürchtet. Schweiz- und weltweit haben sich Jugendliche solidarisiert, um unseren Planeten zu retten. Ein Einblick in die Bewegung.

Die Gefühle, die unserer Bewegung zu Grund liegen, sind nicht schön: Panik, Verzweiflung, das Gefühl von Verrat. Doch genau in dieser aufgebrachten, bis ins Extremste entsetzten Stimmung ist eine Jugendbewegung auferstanden, wie sie sie die Schweiz, ja, die Welt, seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen hat: die Klimajugend. Gepackt von der Verzweiflung, unsere Welt, unsere wichtigste und einzige Lebensgrundlage, wortwörtlich wegschmelzen und abbrennen zu sehen, vom Verrat der institutionalisierten, reformistischen Politik und vom verantwortungslosen Handeln der älteren Generationen haben wir uns erhoben und sind laut geworden. «Wir», wir könnten nicht unterschiedlicher sein: ein zusammengewürfelter Haufen von Schülerinnen, Lehrlingen, Studierenden, aus verschiedensten Schichten und mit unterschiedlichsten Hintergründen, manche bereits politisch organisiert, andere von einem grossen Desinteresse an der Politik geprägt, aus verschiedensten Region der Schweiz, mit Meinungen, die sich oft nur an wenigen Punkten überschneiden. Doch diese wenigen Punkte sind die dringlichsten, die ausschlaggebendsten: Wir müssen unsere Welt retten. Und zwar jetzt. Und da alle anderen Generationen offensichtlich kein Interesse, oder nur Schnapsideen wie Emissionskompensationen durch Geld haben, müssen wir ihnen zeigen, wie genau wir vorgehen müssen.

Auferstanden aus dem Nichts

Kurz entschlossen haben einige Wenige den ersten Klimastreik, inspiriert von Greta Thunberg und der Bewegung Fridays for Future, in Zürich organisiert. Dieser Streik am 14. Dezember 2018 setzte den Grundstein für etwas, das sich innerhalb von wenigen Wochen zu einer nationalen Bewegung entwickeln würde: Schüler*innen in der ganzen Schweiz bekundeten ihre Solidarität mit den Streikenden in Zürich und am 18. Januar folgten dezentrale Klimastreiks in über 10 Städten. Auf Whatsapp, Instagram und Facebook haben wir ein Netzwerk von mehreren tausend Solidarischen aufgebaut. Unser Anliegen ist simpel, doch unglaublich weitgreifend: Klimaschutz und eine verantwortungsvolle, nachhaltige Klimapolitik, welche das 1.5°C Ziel des Pariserabkommens einhält und bis 2030 die Treibhausemissionen auf Nettonull beschränkt. Dazu fordern wir das Ausrufen des Klimanotstandes, in anderen Worten, dass die Schweiz die Klimakatastrophe als zu bewältigende Krise anerkennt, auf diese angemessen reagiert und die Bevölkerung über diese Krise und grundlegende Schutzmassnahmen informiert.

Auch wenn die Medien und bürgerlichen Politiker es ungern zugeben: Wir sind erfolgreich und unsere Bewegung verläuft nicht im Sand, wie es vor einigen Monaten vorausgesagt wurde. Basel hat als erste Stadt den Klimanotstand ausgerufen, Liestal ebenso, weitere Städte wie Zürich könnten und werden folgen. In den Medien und auf Social Media sind wir omnipräsent, unsere Forderungen und Anliegen in aller Munde, das Bewusstsein bei der Bevölkerung steigt und die bürgerlichen Parteien sehen sich unter Druck gesetzt. Doch wir sind weit davon entfernt, uns auf unseren Erfolgen auszuruhen, denn es ist uns klar, dass es im kapitalistischen System nie Nachhaltigkeit geben wird.

Ohne Systemwechsel geht es nicht

Im Kapitalismus geht es um Profit, Profit um jeden Preis. Artikel ansehen

JV 2019 + Nominationsveranstaltung

An unserer Jahresversammlung 2019 haben wir Lars Ritter in den Vorstand gewählt und unsere Kandis für die Nationalratswahlen nominiert: Moira Walter, Aileen Jenni, Lars Ritter, Kassandra Frey, Simon Michel, Lara Frey. Wir freuen uns auf ein kämpferisches, feministisches, sozialistisches, antifaschistisches, umverteilendes, umweltfreundliches, rotes Wahljahr!

Nein zum Versicherungsspion*innen-Wahnsinn!

von Laurent Christen und Luana Schena

Seit Jahrzehnten betreiben die Bürgerlichen stumpfe Hetze gegen «Sozialschmarotzer». Dabei werden IV- Renten- und Sozialhilfebezüger*innen unter Generalverdacht gestellt. Damit wollen die Bürgerlichen nur vom Totalversagen «ihrer» Wirtschaft ablenken. Diese schafft es nicht, alle Menschen mit einzubeziehen – insbesondere an der Inklusion von arbeitswilligen Menschen mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten scheitert sie kläglich. Nun gipfelt die Hetze in der Abschaffung der Privatsphäre aller Bezüger*innen von Sozialleistungen.

Jeder kennt die berüchtigten Betrugsfälle: Menschen, die die Sozialversicherungen (IV oder Sozialhilfe) um hunderttausende Franken betrogen. Diese Fälle werden schliesslich von den Medien genüsslich ausgeschlachtet. Gleichzeitig ertönt jeweils ein Chor rechter Politiker*innen, die voll Empörung härteres Durchgreifen und striktere Kontrollen fordern. In dem Getöse geht die Realität total unter: Dass nämlich fast alle Bezüger*innen vollkommen zurecht Leistungen beziehen. Und dass die Kontrollen bereits jetzt sehr streng sind. Luana Schena, Präsidentin der JUSO Sarganserland-Werdenberg und Mitglied des Schweizerischen Blindenverbandes SBV, meint dazu:

«Natürlich nerve ich mich auch über Betrüger. Zum einen, weil ein solches Verhalten offensichtlich nicht okay ist und zum anderen, weil es genau solche Fälle sind, unter denen der ehrliche Rest leidet. Eine gründliche Kontrolle von Gesuchen ist nötig. Es ist aber nicht so, dass es diese nicht bereits gäbe. Die Sozialversicherungen werfen einem kein Geld nach. Zum Beispiel die Beantragung von Assistenzbeiträgen erfordert so viel Papierkrieg, dass manche Leute, die diese Beiträge zugute hätten, davon gar nicht Gebrauch machen.»

Nach dieser Aussage sollten wir uns vielleicht eher die Frage stellen, ob die Hürden nicht bereits zu hoch sind, wenn selbst eindeutig Bezugsberechtigte Personen davor zurückschrecken. Stattdessen sollen diejenigen, die ihr Recht wahrnehmen, nun auch noch ohne richterlichen Beschluss überwacht werden dürfen. Von privaten Schnüffler*innen. Im Auftrag von Versicherungen – die natürlich ein starkes finanzielles Interesse daran haben, so vielen Menschen wie möglich die Leistungen zu verweigern. Und das alles mit Methoden, die selbst die Polizei bei der Observation Verdächtiger nicht einsetzen darf. Dazu Luana Schena:

«Dieses Gesetz ist absolut unverhältnismässig. Es sollen Menschenrechte eingeschränkt werden und das Stigma von IV-Bezügern verstärkt werden, nur um möglicherweise ein paar Betrugsfälle aufzudecken – das ist doch verrückt!» Artikel ansehen

99prozentinitiative

99%-Initiative

Das reichste Prozent in der Schweiz besitzt 40 Prozent des Gesamtvermögens. Ohne einen Finger zu rühren werden sie durch Kapitaleinkommen wie Zinsen und Dividenden noch reicher. Mit der 99%-Initiative besteuern wir diese gerecht und entlasten Löhne.
Artikel ansehen

Jahresversammlung 2017

Am 31. März haben wir das Präsidium neu besetzt.
Das bestehende Co-Präsidium aus Moira Walter (21, Solothurn) und Lukas
Zumbrunn (19, Obergerlafingen) trat zurück, wobei Moira Walter ab Juni 2017
weiterhin als Vorstandsmitglied amten wird. Mit Applaus wählten wir
die beiden bisherigen Vorstandsmitglieder Lara Frey (18, Solothurn) zur Präsidentin
und Laurent Christen (22, Oensingen) zum Vize-Präsidenten. Artikel ansehen