Meinungen sind stärker als Fakten

Schon mal gehört, diesen Satz? Wenn nicht, dann bekommen wir ihn immer wieder zu spüren, vor allem bei verlogenen, angstmachenden Abstimmungskämpfen. Doch es reicht!

Bald ist die Abstimmung zum geordneten Atomausstieg. Die Gegner schüren Ängste von kalten Wintern und zusätzlicher finanzieller Belastung der Bevölkerung, doch was, wenn wir uns dieses Mal auf die Fakten konzentrieren würden?

Deutschland ist im Moment in genau so einer Phase, in welcher Atomkraftwerke geordnet vom Netz genommen werden. Trotzdem produzieren unsere Nachbaren dank Ökostrom einen Stromüberfluss. Kalte Winter? Fehlanzeige!

Auch die finanzielle Belastung des Bürgers ist ein Thema, bei welchem man genauer hinschauen sollte. So gäbe es seit langer Zeit einen Fonds, in welchen die Gesellschaften, denen die Kernkraftwerke gehören, für einen fälligen Rückbau einzahlen sollten. Da dies aber nicht gemacht wurde und lieber Gelder in Dividenden und Boni ausgeschüttet wurden, soll nun das Volk die Kosten tragen.

Wären wir nur mutig genug gewesen, um solchen Abzockereien ein Ende zu setzen, wären die finanziellen Mittel durch die Gewinne der Reichen gedeckt gewesen.
Denkt nach und sagt JA zum geordneten Atomausstieg!

Jahresversammlung

Die JUSO Solothurn führte am Freitag, 29.4.2016, ihre Jahresversammlung durch. Dabei wurde das bisherige Präsidium mit Vize durch ein Co-Präsidium ersetzt. Dieses wird neu von Moira Walter (20, Solothurn) und Lukas Zumbrunn (18, Obergerlafingen) besetzt. Zudem wurde der Vorstand durch Lara Frey (17, Solothurn) sowie Laurent Christen (21, Oensingen) ergänzt und die bisherigen Vorstandsmitglieder Lea Summ (22, Bettlach) und Matthias Enggist (22, Lohn-Ammannsegg) bestätigt.

Weiter diskutierte die JUSO aktuelle Themen: So zum Beispiel das BÜPF (Bundesgesetz betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs), gegen das wir das Referendum tatkräftig unterstützen werden, um willkürliche Bespitzelung durch den Staat zu verhindern. Zusätzlich haben sich mit „Solothurn hilft“ und „Kiez“ zwei junge Solothurner Vereine, deren Anliegen wir teilen, vorgestellt.

Abstimmungen vom 28. Februar 2016

Die Mitglieder der JUSO Kanton Solothurn beschliesst einstimmig folgende Parolen:

National

Spekulationsstopp-Initiative: JA

Durchsetzungsinitiative: NEIN

Initiative gegen die Heiratsstrafe: NEIN

Zweiter Gotthardtunnel: NEIN

Kantonal

Hochwasserschutz an der Emme: JA

Wir rufen alle Stimmberechtigten dazu auf, ihre Meinung kundzutun. Es ist uns ein grosses Anliegen, dass die menschenverachtende Durchsetzungsinitiative der SVP, die neben der Abschaffung des Schweizer Rechtsstaates noch gleich eine Zwei-Klassen-Justiz einführen will, die hunderttausende Menschen benachteiligt.

Wir haben die Möglichkeit, die Schweiz vor einer Katastrophe zu bewahren.

1. Mai-Rede

Rede am 1.Mai der JUSO Solothurn

Liebe Genossinnen, liebe Genossen

Wir sprechen heute, wie jedes Jahr über die Arbeitnehmenden und deren Rechte. Uns stören die Ungerechtigkeiten und Missstände, trotz welcher viele tagtäglich ihren Beruf ausüben. Wir sind es auch, die unserer Unzufriedenheit Luft machen und uns trauen, auf den Tisch zu hauen, uns zu beschweren und bessere Bedingungen fordern. Dennoch finde ich, dass ein wichtiges Thema auch hier noch zu wenig zur Sprache gekommen ist.

„I de Lehr muesch undedöre.“ oder „Lehrjahre sind keine Herrenjahre.“

Wer hat diese Sprüche nicht schon gehört? Und diejenigen unter euch, die eine Berufsehre absolviert haben oder noch dabei sind, wissen leider meist ganz genau, wovon ich spreche.

Unser duales Bildungssystem wird oft hoch gelobt und das sogar von rechts bis links. Lehrlinge haben die Möglichkeit ihren Beruf praktisch auszuüben, während sie parallel auch theoretisch ausgebildet werden. Dies ist die Stärke der Schweizer Wirtschaft, sagen auch die Bürgerlichen und sie wissen wieso. Betriebe profitieren nämlich durchaus von ihren Auszubildenden, auch wenn das sehr selten ausgesprochen wird.

Im ersten Lehrjahr besteht etwa 50% der Arbeit eines durchschnittlichen Lehrlings darin, berufsfremde Arbeiten zu erledigen. Das bedeutet beispielsweise, dass eine auszubildende Autolackiererin das Auto ihres Chefs putzen muss oder seiner Freundin beim Umzug hilft. Hierbei handelt es sich um ein wahres Beispiel. Genau so machen die Lehrbetriebe besonders viel Profit: Es ist nämlich viel teurer, eine Reinigungskraft einzustellen, als die Lehrlinge putzen zu lassen.

Erwähnenswert ist auch, dass Lehrlinge im letzten Jahr nur 30% weniger Leistung erbringen als ein Facharbeiter. Die Bezahlung jedoch entspricht einem Bruchteil des Lohnes, der einem Ausgelernten bezahlt wird. Auch werden nicht selten unbezahlte Überstunden oder Wochenendarbeit erzwungen. Dies entspricht einer Rechtsüberschreitung.

Wieso also wehren sich die Lehrlinge nicht?

Leider ist es aktuell sehr schwierig, als Lehrling mit einer Beschwerde wirklich etwas zu erreichen. Das zuständige Berufsbildungsamt bietet Hilfesuchenden ganz offensichtlich zu wenig Hilfe. Oft sind Angehörige der Behörde ehemalige Lehrlingsausbilder und haben mehr Verständnis mit den Betriebsleitern als mit ihren Schützlingen. Dazu kommt, dass viele Auszubildende unter grossen Druck stehen und die Konsequenzen ihrer Kritik fürchten. Sie sind sich ihres Wertes für den Betrieb nicht bewusst, haben zu wenig Selbstvertrauen und beissen deshalb die Zähne zusammen, um ihre Lehre trotz aller Missstände abschliessen zu können.

Deshalb rufe ich euch, liebe Genossinnen und Genossen, zur Solidarität auf. Wir müssen beharrlich bleiben und auch hier, bei den jüngsten Arbeitnehmenden, auf unsere Rechte pochen. Genau deshalb plant die JUSO in diesem Jahr eine Kampagne für die Besserstellung der Lehrlinge. Helft auch ihr mit! Sprecht darüber und werdet laut. Das Thema muss ernstgenommen werden und an Bekanntheit gewinnen. Es darf nämlich nicht sein, dass wir weiter zuschauen, wie Lehrlinge tagtäglich ausgebeutet werden. Denn Lehrjahre sind keine Billigwahre.

Nominationsveranstaltung

Medienmitteilung der JUSO Kanton Solothurn  

JUSO nominiert junge und starke Liste für Nationalratswahlen

Am Freitag, dem 13. März, hat die JUSO des Kantons Solothurn ihre Kandidierenden für die Nationalratswahlen im kommenden Oktober nominiert. An der mit 25 Genossinnen und Genossen sehr gut besuchten Versammlung in Solothurn wurde entschieden, dass die JUSO mit einer eigenen Liste antreten wird, um möglichst viele junge, linke Stimmen zu holen und die Jungen an die Urne zu bringen.

Bei der Auswahl der Kandidierenden wurde insbesondere darauf geachtet, dass gleich viele Männer wie Frauen aufgestellt werden. Der Präsident Matthias Enggist meint: „Im Gegensatz zur SVP, welche nur Männer aber keine Frauen ins Rennen schicken will, sind wir selbstverständlich der Meinung, dass Frauen gleich gut politisieren und eine Vertretung aller Bevölkerungsgruppen im Nationalrat wichtig ist. In dieser wie auch in anderen Beziehungen ist es uns gelungen, eine ausgewogene Liste zu präsentieren.“

Mit der Sekretärin Carla Pfister (Starrkrich-Will), Anina Trösch (Langendorf) und Moira Walter (Solothurn) haben wir starke Frauen sowie mit Laurent Christen (Oensingen), dem Präsidenten Matthias Enggist (Lohn-Ammannsegg) und Lukas Zumbrunn (Obergerlafingen) äusserst engagierte Männer am Start. Die JUSO hat bewusst eine sehr junge Liste nominiert, welche ein bis jetzt leider sehr schlecht repräsentiertes Wählersegment vertreten will.

Mit Ausnahme des Gemeinderates von Lohn-Ammannsegg, Matthias Enggist, sind alle Kandidierenden nicht wahlkampferprobt. Das Ziel der JUSO für die Wahlen ist es, das im Kanton Solothurn eher schlechte Resultat von vor vier Jahren deutlich zu übertrumpfen und damit einen Beitrag dazu zu leisten, dass der wegfallende Nationalratssitz im Kanton nicht auf Kosten der SP geht.

National will die JUSO den „geilsten“ Wahlkampf der Geschichte führen und mit Themen wie Spekulation mit Nahrungsmitteln, Lernende, Gleichstellung und Friedenspolitik Möglichkeiten für eine gerechtere und solidarische Schweiz aufzeigen. Wir sind motiviert!

Begleitet wurde die Nominationsversammlung von SP-Ständerat Roberto Zanetti. Er schilderte den JUSOs in packender Art und Weise die Freuden und Schwierigkeiten des Alltags als Bundesparlamentarier in Bern. Trotz durchaus kontroversen Diskussionen über die Rolle von Prinzipien und Pragmatismus in der Politik steht die JUSO geeint hinter Zanettis erneuter Kandidatur für den Ständerat und wird ihn dabei unterstützen, den Sitz für die SP zu verteidigen.

Zudem hat die Versammlung den frei werdenden Vorstandssitz von Enis Sönmez mit Marc André Stalder (Trimbach, 27) besetzt und erfreut zur Kenntnis genommen, dass mit Soner Yaprak (Bettlach, 31) sich ein JUSO-Mitglied für einen Sitz auf der SP-Stammliste für die Nationalratswahlen bewirbt.   

Die Kandidierenden der JUSO-Liste für die Nationalratswahlen auf einen Blick:

Carla Pfister (Starrkirch-Wil, 20, Maturandin)

Laurent Christen (Oensingen, 20, Student Erdwissenschaften)

Anina Trösch (Langendorf, 19, Kauffrau und Berufsmaturandin)

Matthias Enggist (Lohn-Ammannsegg, 22, Politikwissenschaftler)

Moira Walter (Solothurn, 19, Studentin und Angestellte Gastronomie)

Lukas Zumbrunn (Obergerlafingen, im September 18, Maturand)

Falls Sie noch weitere Fragen haben, können Sie uns gerne kontaktieren.

NEIN ZUR KÜRZUNG DER PRÄMIENVERBILLIGUNG

Nein zum Kahlschlag bei den Familien – Nein zur Kürzung der Prämienverbilligung am 8. März

 

Die JUSO setzt sich ganz klar gegen die Kürzung der Prämienverbilligung im Kanton Solothurn ein. Diese Vorlage ist symptomatisch dafür, auf wessen Buckel die bürgerliche Mehrheit im Kantonsrat hauptsächlich sparen will: Unten durch müssen der untere Mittelstand, insbesondere die Familien. Artikel ansehen